Disclaimer: Die in den Berichten geteilten Meinungen, sowie verwendete Praktiken sagen nichts über meine persönlichen Ansichten zu bestimmten Themen aus.

Eine Hausgeburt in Selbstbestimmung und Ruhe

Am Mittwoch den 29.03 hatte ich Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, immer mal Wehen. Ich wehte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag immer wieder auch regelmäßig vor mich her und wanderte durch die Wohnung, versuchte zu schlafen – ohne Erfolg. Weiterhin hatte ich mit Erbrechen zu tun und dachte immer wieder “wie soll ich so ein Kind bekommen…”

Auch Donnerstags hatte ich immer wieder Wehen und anhaltende Übelkeit den ganzen Tag über. Abends ging ich völlig übermüdet vom Alltag mit den beiden größeren Geschwistern, den Wehen und dem kräftezerrenden Erbrechen ins Bett und konnte tatsächlich wunderbar schlafen.

Freitag Morgen war von den Strapazen der letzten 1.5 Tage nichts mehr zu merken. Freitagmittag um 12h kam Steffi, unsere super liebe Hausgeburtshebamme und untersuchte mich. Der Muttermund war schon ca. 8 cm offen.

Eigentlich wollte Steffi die Fruchtblase schon öffnen, was ich verneinte. Daraufhin schickte ich sie erstmal nach Hause. Wir verabredeten uns für abends 20.15h um die Blase sprengen zu lassen, wenn von alleine nix weiter passieren sollte.

Steffi ließ mir ein Nelkenölgemisch für einen Nelkenöltampon da um die Wehen noch etwas anzukurbeln – aktuell hatte ich keine Wehen.

Ich machte mir dann um ca 13h einen Tampon zurecht und wartete ab. Um 13:45h hab ich den Tampon schon wieder entfernt, weil die Wehen kamen. Um 14:05h rief mein Mann Steffi an, die amTelefon direkt freudig jubelte und leider ihr Essen und Kaffee stehen lassen musste.

Um 14:30h war Steffi bei uns angekommen und ich war erleichtert, dass sie so schnell da war. Sie untersuchte mich erneut, aber es war leider nichts anders als mittags, dabei waren meine Wehen doch so schön und ich kannte dieses Gefühl von den anderen beiden Geburten. Also veratmete ich meine Wehen und wanderte noch für 2 Stunden in der Wohnung umher, oder stand mit geschlossenen Augen und kreisendem Becken an meiner Lieblingsstelle dem Wickeltisch, wo auch letztendlich unsere bezaubernde Alma geboren wurde.

Ich versuchte schon einige Zeit während der Wehen mit zu schieben und die Fruchtblase dabei eventuell springen zu lassen, leider ohne Erfolg.

Um 16:30h war ich ziemlich pessimistisch und fand irgendwie schon alles so richtig doof, ich wollte diese blöde Fruchtblase einfach zum Platzen bekommen, danach würde das Baby auch schnell kommen, so war es ja schließlich bei den anderen beiden… Ich glaubte auch gar nicht mehr daran heute ein Baby zu bekommen.

Eigentlich bin ich Wehen gegenüber immer positiv gestimmt gewesen, schließlich führen sie zum Erfolg, aber das Nichtspringen der Fruchtblase stimmte mich doch kurz echt pessimistisch 😀 Daraufhin fragte Steffi ob sie mich nochmal untersuchen soll. Ja, bitte!

Steffi öffnete die Fruchtblase, wir ließen das Fruchtwasser soweit auslaufen wie es ging und dann bin ich vom Sofa zack wieder zu meiner Wickelkommode um dort dann auch direkt Presswehen zu bekommen.

Nach 3 Presswehen war unsere Tochter Alma dann um 16:42h in unserem Wohnzimmer geboren. Ich hab meine kleine süße Tochter direkt zu mir genommen, die Nabelschnur von ihrem Hals entfernt und wir sind aufs Sofa zum Kuscheln gegangen.

Dort wurde dann kurze Zeit später die Plazenta geboren. Die Nabelschnur haben wir auspulsieren lassen. Mein Mann durfte mit Steffi zusammen abnabeln, während Dorothea, die leider erst nach der Geburt ankam, wunderschöne Bilder gemacht hat. Dann holte mein Mann unsere beiden großen Kinder ab, während Steffi mich etwas frisch machte und mit mir zusammen das erste mal ins Badezimmer ging. Als die Kinder dann mit Papa wieder zuhause waren durften sie ihre kleine Schwester zusammen mit Steffi, Dorothea und Papa messen und wiegen.

Um 18 Uhr verabschiedeten Steffi und Dorothea sich bei uns und wir kuschelten nun zu fünft auf dem Sofa. Ich habe mich in jeder Sekunde wertgeschätzt und ernst genommen gefühlt. Die Entscheidung, eine Hausgeburt zu machen, war für uns die richtigste Entscheidung überhaupt. Selbstbestimmt und so ruhig und natürlich zu gebären wie es nur geht.

Die beiden lieben Hebammen haben bei uns einen Stein im Brett und wir sind so dankbar für diese Erfahrung.

Für meinen Mann war die Geburt von Alma auch die schönste, da er sich zuhause frei bewegen konnte und zwischendurch ganz entspannt mit Steffi plaudern, oder doch mal den Fernseher verfolgen konnte.

Dieser Geburtsbericht wurde anonym eingereicht. Verlinkt wird auf Wunsch das Geburtshaus Cuxhaven.

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