
Eine wunderschöne Hausgeburt in 90 Minuten
Mit der nächsten Welle platzte die Fruchtblase, ab da war mir endgültig klar, dass das ganze viel schneller gehen würde als gedacht und ich wies meinen Mann an, die Hebamme noch einmal anzurufen.
Disclaimer: Die in den Berichten geteilten Meinungen, sowie verwendete Praktiken sagen nichts über meine persönlichen Ansichten zu bestimmten Themen aus.
Noch immer beseelt von dieser Reise bin ich froh diese weitergeben zu können
Es begann schon alles mit meiner persönlichen Transformation… von den Angstzuständen mit psychologischer Begleiter zur Selbstermächtigung 🙂
Wir haben bereits 3 fantastische Kinder und waren für uns fertig mit der Familienplanung. Ich habe mich auf den Weg zu mir selbst gemacht und hatte viele AHA- Momente… das Buch „Mutige Seelen“ hat mich so inspiriert ins Leben zu vertrauen und einfach mit dem Universum zu schwingen und den Zeichen zu vertrauen die auf dem Weg liegen… eines Nachts hatte ich einen verrückten Traum. Ich träumte von einer absolut unkomplizierten Geburt einer Tochter mit dem Namen Merle. Ich habe sie direkt nach der Geburt in die Trage gepackt und bin zu einer Feier gefahren und habe allen verkündet – nun ja es ist eine Geburt – das ist natürlich- alles gut 🙂
Den Traum hatte ich meinem Mann erzählt und wir beide haben herzhaft gelacht und es als bedeutungslosen Traum abgelegt. Er hatte sogar einen Termin zur Vasektomie, der aber aufgrund von fehlenden Impfungen, vom Arzt abgesagt wurde.
Dann ist das Kondom geplatzt – ich war eh lange nach dem Eisprung – also was soll schief gehen wir sind erwachsen 🙂 was soll ich sagen – 3 Wochen später hatten wir einen positiven Schwangerschaftstest… der hat mich erstmal ziemlich überrumpelt und ich brauchte Zeit. Ich habe es aber sehr schnell angenommen und dem Universum gedankt- denn es hatte wohl seinen Plan.
Ab da bin ich absolut ins Vertrauen gegangen und habe mich auf den Weg gemacht eine Hebamme zu finden, die eine Hausgeburt begleitet (aufgrund der verrückten Politik war das Krankenhaus für mich im Notfall eine tolle Option – aber im Normalfall nicht). Die Suche nach einer Hebamme für den ET 30.12. ist hier auf dem Land ein schweres Unterfangen 🙂 von den 5 die es gibt haben alle abgesagt. Ich lernte Doulas kennen und machte mich auf die Suche nach einer. Aber auch da – ein langer Weg.
Letztlich hatte ich eine Hebamme gefunden – leider jedoch nur zur Vor- und Nachsorge und keine Hausgeburt.
Meine Doula war auch sehr unsicher, denn es war ihr 1. Mal und das wollte sie ungern alleine begleiten. Das hat mich alles sehr geknickt, aber ich hatte einen starken Partner an der Seite der mich immer bestärkt hat.
Mit meiner Doula wollte ich trotzdem zusammen bleiben und habe im Vorfeld viel mit ihr gearbeitet- viele Gespräche mit der Hebamme und auch Instagram war ein ausnahmsweise toller Begleiter. Dank solch fantastischer Profile wie deiner 🙂
Mit der Zeit war ich immer sicherer und wusste – das schaffe ich – ich und mein Baby sind ein Team und es braucht nichts – Sicherheit kann ich im außen nicht generieren… ich bin weiter ins Vertrauen gegangen und habe die friedliche Geburt unserer Tochter manifestiert- bzw. ich wusste, der Traum hat mir schon verraten, dass wir getragen werden. Anmerkung: Das es ein Mädchen wird, “wussten” wir dann natürlich ab dem positiven Test.. der Traum war nicht bedeutungslos 🙂 die Zeit verging und ich habe mich immer wieder mit meiner Tochter verbunden und ich wusste, es wird fantastisch 😍
Der ET verstrich.. das Außen wurde lauter und ungeduldiger und hat mich fast in den Bann gezogen.. ich habe versucht weiter im Vertrauen zu bleiben und hab das Außen ausgeblendet. Das war anstrengend.. unsere Maus war weiterhin sehr aktiv im Bauch und ich wusste einfach – die braucht wohl noch was 🙂
Genau bei 42+0 sprang nachts die Fruchtblase, es war 1:15 Uhr. Ich habe meinen Mann geweckt, meine Doula angerufen (JAAAA… sie war dabei- sie hat mich kennengelernt und wir waren uns gemeinsam sicher: wir machen das). Ab 2 Uhr waren wir als Team hier. Haben geredet und die Zeit verstrich… die Wehen waren auszuhalten und es war angenehm, dass 2 liebe Menschen um mich waren.
Um halb 5 sind wir in den Pool gegangen – viel mehr ich. Meine Doula saß auf dem Bett und mein Mann hat mir den Steiß massiert.
Ich war im Vertrauen mit dem Baby und habe immer wieder zu ihr gesagt: “Ich bin bereit, wenn du es bist – du gibst den Anstoß”. Dann kamen einige Wehen in den Rücken und ich merkte – sie möchte raus. Mittlerweile war es halb 6 und die Große musste fast aufstehen und zur Schule.
Ab da ging es so flott – 2 Presswehen und Merle war in meinen Arm geschwommen.. mit offenen Augen, einem Wachen Blick, friedlich und ruhig. Der erste Schrei folgte schnell und danach genoss sie die friedvolle Umgebung und hat sich umgeschaut und gelächelt. Ihre große Schwester ist eine Minute nach der Geburt rüber ins Zimmer gekommen und war mit der glücklichste Mensch. So sind wir noch 1,5 Stunden im Pool geblieben und haben nach dem Auspulsieren der Nabelschnur abgenabelt und auf der Toilette kam die Plazenta ohne Mühe nach Blasenentleerung.
Es steckt so viel Universum und Magie in der Geburt. Es hat uns alle in der Familie verzaubert und wachsen lassen. Es war unheimlich friedlich und leicht und schön so sehr eins mit sich zu sein. Nun, nach 5 Tagen hat sie ihr Geburtsgewicht schon übertroffen und macht einen sehr sehr zufriedenen Eindruck. Ihre Maße nach 2 Wochen “Übertragung“ waren: 50 cm / 3680 Gramm und 35 Kopfumfang. Es war zu keiner Zeit jemals was nicht in Ordnung.
Ich wünsche jeder Frau eine solche Geburt: in der eigenen Kraft und im vollen Vertrauen. Denn das ist es, was wir können. Sicherheit brauchen wir nicht im Außen
Zahlen, Fakten, Ursachen & Lösungen zu den häufigsten Komplikationen
Für eine selbstbestimmte Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett.
Mit der nächsten Welle platzte die Fruchtblase, ab da war mir endgültig klar, dass das ganze viel schneller gehen würde als gedacht und ich wies meinen Mann an, die Hebamme noch einmal anzurufen.
Im Auto wurden die Wehen regelmäßig, sehr intensiv und die Abstände wurden kürzer. Ich veratmete meine Wehen und betete, dass ich es noch bis zu meiner Mama schaffe.